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WAS HUNDE KRANK MACHT - Der Hund ist ein Fleischfresser

  • Autorenbild: gesHUNDesLeben Tiertherapie | Tierheilpraktiker | Ernährungsberatung
    gesHUNDesLeben Tiertherapie | Tierheilpraktiker | Ernährungsberatung
  • 14. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Warum die Verdauungszeit entscheidet, was ein Tier am besten verträgt


Wenn wir darüber nachdenken, was unsere Tiere fressen sollten, lohnt es sich, einmal einen Blick auf ihre Verdauung zu werfen. Denn die Länge des Darms und die Zeit, die die Nahrung dort verbringt, sagt viel darüber aus, welche Art von Futter für ein Tier am besten geeignet ist.


Darmlängen im Vergleich: Mensch, Hund und Kuh

Ein wichtiger Parameter ist das Verhältnis der Darmlänge zur Körperlänge. Dieses Verhältnis gibt einen Hinweis darauf, wie lange Nahrung im Verdauungstrakt verweilt – und damit, wie stark sie aufgespalten werden muss.

Tier

Darmverhältnis (Darmlänge : Körperlänge)

Ernährungstyp

Hund

ca. 3:1

Fleischfresser

Mensch

ca. 6:1

Allesfresser

Kuh

ca. 24:1

Pflanzenfresser (Wiederkäuer)

Je kürzer der Darm im Verhältnis zum Körper, desto schneller wird die Nahrung weitertransportiert. Das ist typisch für Fleischfresser wie den Hund. Fleisch ist nährstoffreich und leicht verdaulich – es muss nicht lange im Darm bleiben, um aufgespalten zu werden.


Ein langer Darm hingegen deutet auf pflanzliche Nahrung hin. Pflanzen enthalten viele Ballaststoffe, die Zeit benötigen, um durch Mikroorganismen im Darm aufgeschlossen zu werden. Deshalb haben Wiederkäuer wie Kühe einen extrem langen Darm und mehrere Mägen, die eine gründliche Verdauung über Stunden bis Tage ermöglichen.


Verdauungszeiten im Überblick


  • Hund: Die Verdauung von Fleisch dauert in der Regel nur 6–10 Stunden, bis der Kot ausgeschieden wird.


  • Mensch: Ein gemischter Speiseplan benötigt 24–48 Stunden, abhängig von Fasergehalt und Zusammensetzung der Nahrung.


  • Kuh: Durch die komplexe Aufspaltung von Pflanzen in Pansen, Netzmagen, Blättermagen und Labmagen kann die Verdauung 24–72 Stunden dauern, bis die Nahrung vollständig verarbeitet ist.


Was bedeutet das für die Ernährung?

Die natürliche Ausstattung des Darms gibt Hinweise darauf, was Tiere am besten vertragen:


  • Kurzdarm (Hund, Katze): Hochwertiges Fleisch wird schnell verdaut. Pflanzliche Ballaststoffe liefern wenig Energie, können sogar zu Blähungen führen.


  • Mittellang (Mensch): Allesfresser – eine Mischung aus Fleisch, Gemüse, Obst und Getreide passt gut.


  • Langdarm (Pflanzenfresser wie Kuh, Pferd): Pflanzenfasern werden langsam verdaut, Proteine und Fett werden in kleinen Mengen über die Zeit aufgenommen.


Wer also die Ernährung eines Tieres nach seiner Verdauungsphysiologie ausrichtet, sorgt dafür, dass Futter optimal aufgenommen wird und der Darm gesund bleibt.


Für Hunde bedeutet das:


hochwertiges Fleisch und gut verdauliche Zutaten – und keine unnötig ballaststoffreiche Kost, die nur den Darm belastet.

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